Ruhetagsgesetz wird angeknabbert

Ruhetagsgesetz wird angeknabbert

Wir haben uns als EVP eingesetzt, gekämpft. Wie eine Person wehrten wir uns gegen das revidierte Ruhetags-Gesetz. Längst ist uns bekannt, dass es ungesund, schwierig, heikel, die Fundamente unterspülend ist, wenn weitere Kompromisse bei den hohen Feiertagen zugestanden werden. Denn wenigstens dort gibt es noch mehr oder weniger eine kollektive Ruhe. 


Letzten Sonntag gab es Momente, in denen wir echt hofften, dass diese Abstimmungsvorlage in ein Nein kippt. Lange machten wenige hundert Stimmen den Unterschied. Es wäre echt toll gewesen, wenn der Kanton Thurgau sich durch ein "Nein!" zu unseren christlichen Werten gestellt hätte.


Mit 51.1% wurde schlussendlich das revidierte Ruhetagsgesetz angenommen (Bild anlässlich der Medienkonferenz). Die 24/7- Gesellschaft greift noch mehr um sich. Neu sind auch an Weihnachten und Ostern Indoor-Veranstaltungen für bis zu 500 Personen möglich. Und jetzt? 


In einer beeindruckenden Art und Weise fand sich über dieser Vorlage eine Allianz, die sich für Christliches und Werte einsetzen will. In sämtlichen Parteien wurde sichtbar, wo es Vertreter hat, mit denen gerechnet werden kann. Wir nehmen sehr ernst, wie von verschiedensten Seiten betont wurde: "Hohe Feiertage sind uns wichtig!" Dieses Versprechen vergessen wir nicht. Weiterhin werden wir einstehen für Ruhetage, Identitäts-stiftende Feiertage, Inseln, in denen möglichst viele von uns kollektiv herunterfahren können. Wir brauchen das!